Taylor Swift: Dekonstruktion, Faszination, BubblegumEine Näherung als Mixtape

TaylorSwift

Filter-Autor Christian Blumberg findet Taylor Swift gut. Irgendwie. Warum das so ist, wollte er letztes Jahr aufschreiben. Als ihr Album gerade erschienen war. Geglückt ist ihm das nicht so richtig. Dann passierte lange nichts und plötzlich der Strategiewechsel. Ein Mixtape. Ob die Redaktion das wohl veröffentlichen wolle? Unbedingt. Immerhin kommt auch Skrillex vor.

Lieber Thaddeus,

Seit einiger Zeit gleicht mein Mietshaus einer Großbaustelle, was einerseits nervt, aber manchmal auch ganz schön ist, nämlich immer, wenn aus den Radios der Handwerker Taylor Swift's „Blank Space“ schallt. Dabei ist mir eingefallen, wie ich Dir einst von meinem Faible für Taylor Swift's Album „1989“ berichtete, und Dir damals einen kleinen Text zu Taylor Swift versprach, den ich bis heute schuldig geblieben bin. Ich könnte den auch jetzt noch nicht schreiben, da mir nach wie vor unklar ist, worin die eigentliche Interessanz der Swift genau bestehen soll. Diese kleine Spotify-Debatte ist es sicher nicht. Dass man ihr vorgehalten hat, sie habe zu viele Typen gedated (oder davon gesungen) finde ich auch eher traurig als interessant. Und der dauernde Hinweis auf ihre Autorschaft und dass sie „vom Songs schreiben völlig ausgelaugt“ sei (bunte.de), scheint mir eher eine lancierte Strategie der Authentifizierung ihrer Musik. Dabei gefällt mir doch gerade deren kompromisslose Kulturindustriehaftigkeit. Bei Lana Del Rey etwa kann man sich andauernd fragen, welche Rolle sie gerade spielt, bei Taylor Swift ist irgendwie immer Bubblegum, selbst dann noch, wenn sie Lana Del Rey kopiert („Wildest Dreams“). Vielleicht übersehe ich einfach etwas? Vielleicht spricht sie wirklich nur zu Teenagern? (Ginge das überhaupt?) Ich finde die Platte trotzdem und immer noch toll, weil alles darauf so wahnsinnig offensichtlich ist - aber genau darum gibt es darüber auch so wenig zu sagen.

Neulich bin jedoch von einem Blog angefragt worden, ob ich ein Mixtape machen könne. Herausgekommen ist dann eines, das im weiteren Sinne immer wieder von Taylor Swift und ihrer (Un-)Interressantheit handelt. Den haben mir die Redakteure dort aber natürlich zurückgeschickt – die wollten nämlich gar nichts über Taylor Swift wissen.

Da dachte ich: schicke ich ihn Dir (anstatt des einstmals versprochenen Textes). Auch wenn längst nicht mehr 2014 ist. Es ist auch nur ganz kurz!
Viele Grüße!
c.

Tracklist

Taylor Swift Intro
Blanck Mass & Taylor Swift
Lorenzo Senni & Taylor Swift
Loom & Mr. Mitch
Easter & Bernard Parmegiani
Bernard Parmegiani & Taylor Swift
Skrillex & Diplo as Jack Ü feat. AlunaGeorge
Cindy Lauper
Robert Turman & Taylor Swift & Drake
Taylor Swift
Outro mit Taylor Swift

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