Leseliste: 28. August 2016 – andere Medien, andere ThemenVirtuelle Pornografie, Tristesse im Valley, Apples iBrain und 14 Monate Seenot

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Man kann nicht alle interessanten Texte finden, die die ganze Woche über publiziert werden, geschweige denn lesen. Immer sonntags stellt die Redaktion an dieser Stelle vier bemerkenswerte Artikel vor, die über unsere Displays geflimmert sind und dabei zum Glück abgespeichert wurden

Pornos in der Virtuellen Realität

Die Sexindustrie war schon immer ein Motor, wenn es um neue Technologien ging. Der Boom der VHS-Kassette wäre ohne Pornografie genauso undenkbar, wie die Massenausbreitung des Internets. Seitdem dem (erneuten) Aufkommen des Themas Virtual Reality liegen nun die Wetten hoch, was als nächstes im Sektor Erwachsenenunterhaltung kommen wird und was hier der Antreiber einer weltweiten Wirtschaft sein wird. Erste Plattformen unterstützen bereits VR. John Holden hat für TechCrunch hinter die Kulissen der Branche geschaut. Experten sind sich sicher: In weniger als zehn Jahren wird Porno hinter Games und Sportübertragungen die drittwichtigste Rolle im Sektor VR spielen.

UCLA’s Professor Neil Malamuth has been studying the effects of pornography for decades. He recently sampled VR porn for the first time, too. “I was most surprised by the extent to which the video felt more personal than any conventional porn I’d viewed before,” he told me.

The reality of VR porn

Das bittere Leben im Silicon Valley

San Francisco wurde in den letzten Jahren zu einer der teuersten Städte der Welt. Grund ist der Erfolg der Tech-Imperien wie Facebook, Apple und Google. Deren Mitarbeiter verdienen allesamt sehr gut und treiben mit ihren Immobiliengesuchen das Phänomen Gentrifizierung auf die bestmögliche Spitze. Sunil Rajamaran ist ein alter Hase im Silicon Valley. Er ist Co-Founder bei scripted.com und CEO von The Bold Italic. In seinem fiktiven Stück „This is Your Life in Silicon Valley“ beschreibt er einen typischen Tag in der Industrie des 21. Jahrhunderts schlechthin. Da steckt eine Menge Insider-Wissen drin. Eine gehörige Portion Sarkasmus, aber auch viel bittere Realität.

You are the Director of Business Development at your startup. You aren’t even sure what that means, but the startup seems to be doing well. Your company recently raised a round and was featured in Techcrunch. You have 5,000 stock options. You aren’t exactly sure what that means, but that must be good.

This is Your Life in Silicon Valley

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Foto: Screenshot / Apple

Apple und die KI

Es gibt zahlreiche Bereiche, in denen Apples Mitbewerber sehr erfolgreich am iPhone und MacBook vorbeigezogen sind, die Künstliche Intelligenz ist einer davon. Mit dem iPhone 4s konnte Apple 2011 zwar das erste Smartphone überhaupt mit einem in das Betriebssystem integrierten Sprachassistenten – Siri – anbieten, wirklich gut funktionierte der aber nicht. Der Kamp um die Vorherrschaft bei der Künstlichen Intelligenz ist mittlerweile voll entbrannt. Google, Facebook, Microsoft: Alle haben das vermeintlich beste und noch besser skalierbare System. Apples „Problem“ gegenüber der Konkurrenz: persönliche Daten werden – können – nicht ausgewertet werden. Privat ist privat und bleibt privat. Genau diese Herangehensweise wurde bislang dafür verantwortlich gemacht, dass Siri – auch wenn das System mittlerweile besser funktioniert – nicht mit Google Now mithalten kann, warum jedwede Empfehlung in bestimmten Apps nicht sonderlich empfehlenswert ist, die Foto-Analyse hinterherhinkt usw. Dazu kommt die Apple-typische (Nicht-)Kommunikation. Wer in Cupertino an KI arbeitet, wie groß das Team ist: All dies ist nicht bekannt. Einziger Anhaltspunkt sind Berichte von Übernahmen kleinerer Unternehmen, die sich mit KI beschäftigen. „Läuft alles!“, sagt Apple. Und hat Steven Levy eingeladen, um ihn Konzept, Fortschritt, Anwendungen, vor allem aber Lösungen für Probleme zu erläutern. Vieles davon soll schon im Herbst mit iOS 10 allen iPhone- und iPad-Besitzern zur Verfügung stehen. Marketing-Buhei oder tatsächlicher Durchbruch und der Beweis dafür, dass KI auch ohne die Preisgabe privater Daten möglich ist? Das klärt sich im Herbst.

„The machine learning mindset seems at odds with the Apple ethos.“

The iBrain is here

438 Tage im Pazifik

Robinson Crusoe, Zwei Jahre Ferien, Cast Away, Life of Pi – die Liste popkultureller Erzeugnisse, die sich um das Thema Schiffbruch, Seenot und Odyssee drehen, ist gefühlt so lang wie der Weg von Mexiko zu den Marshall-Inseln, das sind gut 10.600 Kilometer. Diese unfassbare Strecke driftete Salvador Arenga nach dem baldigen Tod seines Kollegen ganz alleine auf einem schmalen Boot. Urin, Schildkröten, fliegende Fische, Gedankenreisen gegen den Wahnsinn und am Ende eine Tropen-Trauminsel: Eine atemberaubende Geschichte, die im November 2012 ihren Lauf nahm und 438 Tage ein glückliches Ende fand.

Now, alone in the open ocean, he was always clear as to how many months he had been adrift; he knew he had seen 15 lunar cycles while drifting through unknown territory. He was convinced his next destination was heaven.

Lost at sea: the man who vanished for 14 months

Wochenend-WalkmanDiesmal mit De La Soul, Amanda Deff und Kompakt: Total 16

Und welcher Synthesizer bist du?Online-Quiz beantwortet, was man nie zu fragen wagte